Zehn Bewerbungen pro Monat
Als ich beim RAV gemeldet war, musste ich jeden Monat zehn Bewerbungen nachweisen. Die Zahl blieb gleich, egal ob eine Stelle wirklich zu mir passte oder nur halbwegs.
Bei den interessanten Stellen wollte ich keine Standardbewerbung verschicken. Also begann jedes Mal dieselbe Arbeit: Inserat genau lesen, die passenden Erfahrungen aus meinem Lebenslauf suchen, neu gewichten, umformulieren und daraus ein Anschreiben machen. Eine gute Bewerbung kostete schnell mehrere Stunden.
Das Frustrierende daran: Die relevanten Erfahrungen waren vorhanden. Sie standen nur nicht immer dort, oder in den Worten, in denen ein Recruiter sie für diese Stelle sofort erkennen würde.
Die erste Idee
Ich stellte mir ein persönliches Masterprofil vor, in dem einmal alles sauber erfasst ist: Stationen, Aufgaben, Erfolge und Fähigkeiten. Daneben liegt ein Stelleninserat. Das Tool verbindet beides und zeigt nur das, was für diese Bewerbung wirklich zählt.
Aus diesem Bild wurde Heyapply.
Ich lud zuerst meinen bestehenden Lebenslauf hoch und liess daraus ein Profil erstellen. Danach arbeitete ich am Kern: Anforderungen aus einem Inserat erkennen, passende Erfahrungen finden und daraus einen Lebenslauf sowie ein Anschreiben vorschlagen.
Die Grenze, die das Produkt braucht
Eine Formulierung darf selbstbewusster werden. Eine wichtige Erfahrung darf weiter nach oben rutschen. Was Heyapply nicht darf: eine Aufgabe, Qualifikation oder einen Erfolg erfinden.
Darum ist das persönliche Profil die einzige Quelle für Aussagen über die Person. Wenn dort etwas fehlt, muss es ergänzt werden. Das Stelleninserat bestimmt, was davon wichtig ist, nicht, was plötzlich wahr sein soll.
Diese Grenze macht den Prozess manchmal weniger spektakulär. Dafür kann ich die fertige Bewerbung noch als meine eigene vertreten.
So läuft eine Bewerbung heute ab
Du lädst deinen Lebenslauf hoch und prüfst das daraus erstellte Profil. Für eine neue Bewerbung fügst du das Stelleninserat ein. Heyapply markiert die relevanten Anforderungen und schlägt vor, welche Erfahrungen dazu passen.
Danach erhältst du einen angepassten Lebenslauf und ein Anschreiben. Beide lassen sich direkt bearbeiten, in verschiedenen Layouts ansehen und herunterladen. Den Stand deiner Bewerbungen kannst du ebenfalls im Tool verwalten.
Die letzte Prüfung bleibt bewusst bei dir. Heyapply soll den aufwendigen ersten Entwurf abkürzen. Es soll nicht entscheiden, was du ungelesen verschickst.
Wo es noch hakt
- Der Editor ist auf Laptop oder Desktop deutlich angenehmer als auf einem kleinen Bildschirm.
- Die Vorschläge sind nur so gut wie die Informationen im Profil.
- Ein passender Text kann trotzdem fremd klingen. Genau deshalb bleibt alles editierbar.
Gebaut mit
- Next.js
- TypeScript
- Tailwind CSS
- Supabase
- Prisma
- Claude
- Stripe
- Resend


